Das Viadukt bei Unterkochen ist ein beeindruckendes Relikt der alten Eisenbahnverbindung auf das Härtsfeld. Von Aalen her ist die ehemalige Trasse heute noch bis zu dem zugemauerten Tunnel der “Schättre” als Fußweg nutzbar.
Zur Geschichte:
Die Schättre führte einst von Aalen über Neresheim und Ballmertshofen schließlich nach Dillingen an der Donau. Die Streckenlänge betrug einst 55,49 Kilometer.
Am 18. Juli 1900 wurde mit den Fundamentarbeiten für den Unterkochener Viadukt begonnen. Im August wurde der Bau des Wallenhau-Tunnels gestartet. Zehn Monate später konnten Viadukt und Tunnel fertiggestellt werden.
Bis Juli 1901 waren die Erdarbeiten für die Trasse beendet. Dabei mussten die notwendigen Kurvenradien und die gleichmäßige Steigung beachtet werden. Dies hatte zur Folge , dass die Trasse abschnittsweise in einem schluchtartigen Trog verläuft und an anderen Stellen auf einem Damm geführt wurde.
Am 29. Oktober 1901 begannen die Eröffnungsfeierlichkeiten, am 31. Oktober wurde schließlich der reguläre Zugbetrieb aufgenommen.
Der Personenverkehr endete am 30. September 1972, der Güterverkehr zwei Monate später. Die Gleisanlagen wurden danach demontiert.
Der ehemalige Tunnel befindet sich ca. 2 km hinter dem Viadukt. Somit wird die alte Trasse zur Sackgasse. Die Stecke auf der Ostseite des Tunnels ist leider verfallen und somit nicht mehr nutzbar. In den Sommermonaten wächst sie zudem meist komplett mit Brennnesseln und Disteln zu.
Seit eignen Jahren wird diskutiert, ob die alte Trasse oder eine andere Strecke als Radweg auf das Härtsfeld wieder reaktiviert wird. Wir als DIMB IG Ostwürttemberg haben uns hier gegen den Ausbau von naturnahen schmalen Wegen ausgesprochen und haben als Alternative zur Tunneltrasse andere Vorschläge ausgearbeitet.
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Fotos mit freundlicher Genehmigung von Peter Hommel
Sachliche Beschreibung,
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