DIMBank 1

Wer kennt sie nicht: die alten kaputten Bänke am Wegesrand?

Immer wieder kommen wir auf unseren Touren an Ruinen vorbei, die einmal dazu da waren sich hinzusetzen, innezuhalten und den Blick in die Landschaft schweifen zu lassen.

Oft ist der Ausblick zugewachsen, das Holz verrottet und die Schrauben verrostet. Aus der gemütlichen Sitzbank ist ein gefährliches Stück Schrott im Wald geworden.

Und an genau so einer alten Bank sind wir zu Beginn des Sommers vorbeigekommen. Der Sockel aus Beton war kaum noch zu erkennen im Gebüsch, die Bretter fehlten gänzlich, nur noch die Rückenlehne zeugte davon, dass es hier mal eine Bank gab. Die Lage ist optimal, direkt an einem Singletrail mit einem schönen Blick über die Stadt. Hier müssen wir was tun!

Eine kurze Nachforschung per Facebook, eine Anfrage bei der Gemeinde und ein Telefonat mit einem Rentner, der seit Jahren rund um Unterkochen alte Bänke renoviert. Dann war klar: kein Problem, einfach machen!

Etwas Budget liegt auch in der Kasse, eingenommen mit der Kursgebühr für kidsonBike–natureride.

Douglasienbretter aus dem Baumarkt, ein Schreiner in der Gruppe, der das Opentrails Logo fräsen kann. Eine Hand voll neue Schrauben. So einfach haben wir uns das vorgestellt. Na ja, ganz so einfach war es denn doch nicht:

Nach der ersten Säuberungsaktion wird klar: ein Betonsockel ist gebrochen. Bei der Demontage der alten Rückenlehne bricht auch noch der zweite. Das Projekt droht zu scheitern. Eine Anfrage bei der Gemeinde nach Ersatzteilen bleibt leider ergebnislos. Selber eine Form zimmern und Betonsockel gießen…wäre möglich. Dann der rettende Gedanke: ebay Kleinanzeigen. Ein paar emails mit dem Anbieter, ein fairer Preis und 30 km mit dem Auto. Dann nur noch die 60 kg schweren Betonsockel in den Wald tragen und eingraben. Soweit so gut, aber: harter Kalksteinboden und das Betonfundament der gebrochenen Sockel machen die Aktion zu einer schweißtreibenden Tortur. Egal, nach zwei Stunden sind die Sockel ausgerichtet und eingegraben.

Jetzt wird´s edel: die neuen Bretter einfach mit einem Kantholz an die Sockel zu schrauben wäre zu einfach gewesen. Edelstahlprofile sollen es denn schon sein, zumal das Material zufällig in der Hobbywerkstatt rum liegt. Edelstahl sägen geht noch, Edelstahl bohren ist der Horror, und alles zu Hause so vorzubereiten, dass es nachher draußen im Wald an die Sockel passt, ist praktisch unmöglich. Bei der Montage muss dann doch etwas mehr wie geplant improvisiert werden. Beim ersten Mal fehlt noch was, beim zweiten Mal gelingt die Montage dann doch. Zum Schluss wird noch ein fest installierter Flaschenöffner montiert und die erste DIMBank kann eingeweiht werden.

Ab jetzt findet man zwischen Unterkochen und Himmlingen oberhalb des Birkhofes ein schönes Plätzchen. Besonders in den Abendstunden ist es schön hier oben. Wie auf einer Großbildleinwand kann man die Sonne hinter der Stadt untergehen sehen. Besucht einmal unsere DIMBank.

Hier ist sie zu finden:

Und wir würden uns natürlich sehr über einen Eintrag in unserem virtuellen Gästebuch bei Facebook freuen.

 

 

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